11 gute Gründe, kein Brainstorming durchzuführen!
Das gute alte Brainstorming ist zwar noch nicht tot, doch für manche riecht es bereits ein wenig verdächtig. Mit gutem Grund, denn wie fast jeder schon erlebt hat, erzeugen Brainstormings häufig keine wirklich überzeugenden Ergebnisse. Hier 11 nachvollziehbare Gründe weshalb:
- Weil die Teilnehmer oft kein Wissen über den Kreativprozess oder kreative Denkstrategien mitbringen und sich stattdessen zu 100% auf ihre Intuition und Tagesverfassung verlassen müssen.
- Weil die Ziele viel zu vage sind und die Teilnehmer unterschiedliche Vorstellung vom Endergebnis mitbringen.
- Weil die Teilnehmer mental den Schritt aus dem Tagesgeschäft nicht schaffen und der innere Zeit- und Erwartungsdruck jegliche Kreativität im Keim erstickt!
- Weil es selten gelingt die Gruppenanpassung und die „Political Correctness“ während des Meetings aufzubrechen.
- Weil die Vorgesetzten und Kunden der Teammitglieder keine radikale Kreativität einfordern: Manager denken ab einem gewissen Alter eher an die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes als sich auf risikoreiche Ideen einzulassen, deren Erfolg nicht zu 100% vorhersehbar ist.
- Weil die Meetingräume eher an moderne Schulräume erinnern, als dass sie zu unkonventionellem Denken motivieren.
- Weil sich nur Insider unter den Teilnehmern befinden und Kunden oder fachfremde Personen als störend oder inkompetent empfunden werden.
- Weil wahrscheinlich bereits tausende Menschen tausende Stunden vor ihnen über das Thema nachgedacht haben. Freies Assoziieren, wie es im Brainstorming erfolgt, produziert meist nur leicht variierte Klischees. Für die Big-Idea sind gut präpariertes Material, tiefgreifendes Wissen und ungewöhnliche Methoden notwendig.
- Weil viele Teilnehmer nicht gelernt haben in Chancen und Möglichkeiten zu denken und stattdessen Profis im Aufspüren von Problemen und Hindernissen sind, die eine Idee bereits im Geburtsstadium vernichten. Frei nach dem Motto: „Wir haben für jede Lösung ein Problem“.
- Weil zu wenig Zeit und Aufmerksamkeit in die Ideenfindung investiert wird. Ideen sind zwar das erste und damit wichtigste Glied einer Wertschöpfungskette, aber die meisten Unternehmen erkennen dessen Wichtigkeit nicht.
- Weil man versucht, den Ideenfindungsprozess innerhalb der engen Strukturen des Unternehmens zu starten. Wenn es um wichtige oder revolutionäre Ideenansätze geht, ist dieser Versuch meist zum Scheitern verurteilt: Denn der Erfolg aus der Vergangenheit wird zum Dogma für alles Künftige, das niemals grundlegend hinterfragt werden darf. Deshalb passieren radikale Neuerungen meist außerhalb. Führen Sie den Innovationsprozess mit einem externen Partner durch, der von den bestehenden Unternehmensstrukturen und internen Regeln unberührt bleibt.



